Hängebrücke erhalten statt abreißen: FDP-Fraktion schlägt Parallelbrücke vor

20.Oktober 2026
Konzept-Visualisierung der FDP-Fraktion: schlanke Parallelbrücke neben der erhaltenen Hängebrücke (Luitpoldbrücke) in Passau

Die FDP-Fraktion will die Passauer Hängebrücke erhalten, statt sie abzureißen, und den Auto- und Busverkehr künftig über eine neue, bewusst schlanke Parallelbrücke führen.

Die Stadtverwaltung möchte die Hängebrücke abreißen und durch einen Neubau ersetzen. „Ein städtebauliches Schmuckstück soll verschwinden, das erst vor acht Jahren für über vier Millionen Euro saniert wurde“, sagt Fraktionsvorsitzender Holm Putzke. „Mit einem Abriss würde daraus eine ziemlich teure Zwischenlösung. So großzügig sollten wir mit Steuergeld nicht umgehen.“

Statt eines Abrisses schlägt die Fraktion vor, die Hängebrücke dauerhaft für Fußgänger und Radfahrer zu erhalten und daneben eine schlanke Brücke für den Auto- und Busverkehr zu bauen. „Einspurig und ohne Gehwege könnte sie auskommen und mit der alten Hängebrücke ein schönes Ensemble bilden. Das wäre eine Idee, die eine ernsthafte Prüfung verdient“, so Putzke. Als Vorbild nennt er moderne, zurückhaltend gestaltete Brücken, wie es sie etwa in Toronto gibt.

Putzke kritisiert auch das Tempo des Verfahrens: „Die Hängebrücke ist nicht irgendein Bauwerk von Passau. Wir müssen uns, trotz Sparzwängen, endlich einmal verabschieden von einfalls- und ambitionsloser Politik.“ Er erwarte, dass die Stadt die Möglichkeiten zum Erhalt gründlich prüfe, statt sich vorsichtshalber von jeder Verantwortung zu verabschieden.

Ihren Vorschlag hat die Fraktion in einem förmlichen Antrag an Oberbürgermeister Andreas Rother gefasst. Er soll in die Beratung der Machbarkeitsstudie zur Zukunft der Luitpoldbrücke am 26. Oktober 2026 einfließen.

Zum Antrag: Erhalt der Hängebrücke und Prüfung einer dauerhaften Parallelbrücke