Während des Christkindlmarkts am Dom konzentrieren sich Besucherströme stark auf den unmittelbaren Veranstaltungsbereich, während die Grabengasse, die Fußgängerzone und weitere Bereiche der Neustadt vergleichsweise wenig profitieren. Dadurch bleibt ein Teil des möglichen wirtschaftlichen Effekts für den innerstädtischen Handel und die Gastronomie ungenutzt. Gerade in der frequenzstarken Vorweihnachtszeit sollte die Stadt bestehende Aufmerksamkeit besser auf die gesamte Innenstadt lenken.
Eine einfache und kostengünstige Bewerbung der Grabengasse und Fußgängerzone über bestehende Christkindlmarkt-Flyer, digitale Kanäle oder ergänzende Hinweise vor Ort kann zusätzliche Laufwege schaffen. Auch Formate wie ein Krippenweg oder eine weihnachtliche Innenstadt-Route könnten Besucher motivieren, weitere Bereiche der Stadt zu erkunden. Davon profitieren Händler, Gastronomie, Gäste und Bürger gleichermaßen, weil eine lebendige Innenstadt Aufenthaltsqualität, Vielfalt und lokale Wertschöpfung stärkt.
Die FDP-Fraktion verfolgt dabei einen pragmatischen, finanzierbaren und lösungsorientierten Ansatz: Es geht nicht um große neue Strukturen, sondern um bessere Abstimmung und Nutzung vorhandener Kommunikationskanäle. Ein gemeinsamer Austausch mit Händlern aus Grabengasse und Fußgängerzone, City Marketing, Verwaltung und Veranstaltern kann konkrete, kurzfristig umsetzbare Maßnahmen entwickeln. Die kommunale Zuständigkeit liegt im Bereich Stadtmarketing, Wirtschaftsförderung und Veranstaltungskoordination; rechtliche oder organisatorische Detailfragen, etwa zu Werbung, Flächennutzung oder Kooperationen, sollten durch die Verwaltung beziehungsweise das Rechtsamt geprüft werden.