Dachbegrünung Bushäuschen Test Antragsstellung

Status
Anliegen an FDP Fraktion übermittelt
Antragsteller
Jürgen Adamovsky
Kategorie
Bürger Idee
Gremium
Themenbereich
Umwelt, Lebensqualität, Inklusion, Soziales
An Verwaltung übermittelt:
Antwort von Verwaltung erhalten:
Beratung im Ausschuss
Beratung im Plenum

Bei den Bushäuschen könnte das Dach extensiv begrünt werden. Vorteile: weniger „nackte“ Metallflächen zum Erhitzen vorhanden, Rückhalt von Niederschlagsmengen um 50-90 % (inkl.Abflussverzögerung)

Der Stadtrat möge beschließen:

  1. Die Verwaltung wird gebeten zu prüfen, an welchen bestehenden oder künftig neu zu errichtenden Bushäuschen im Stadtgebiet eine extensive Dachbegrünung technisch, statisch, verkehrssicher, wartungsbezogen und wirtschaftlich umsetzbar ist.
  2. Soweit rechtlich möglich, soll die Verwaltung gemeinsam mit den jeweils zuständigen Eigentümern, Betreibern und Vertragspartnern der Bushäuschen ein Pilotprojekt für eine extensive Dachbegrünung an geeigneten Standorten vorbereiten.
  3. In die Prüfung sind insbesondere Herstellungs- und Umrüstungskosten, laufender Pflegeaufwand, Haftungsfragen, Auswirkungen auf Niederschlagsrückhalt und Abflussverzögerung sowie mögliche Fördermöglichkeiten einzubeziehen.
  4. Die Verwaltung wird gebeten, dem zuständigen Ausschuss das Ergebnis der Prüfung einschließlich eines Vorschlags für geeignete Pilotstandorte und das weitere Vorgehen zur Beschlussfassung vorzulegen.

Auch in Passau nehmen sommerliche Hitzeperioden und Starkregenereignisse die städtische Infrastruktur stärker in Anspruch. Bushäuschen mit unbegrünten Metall- oder Dachflächen können sich zusätzlich aufheizen und tragen im Kleinen zur Versiegelung sowie zu schnellem Oberflächenabfluss bei.

Eine extensive Begrünung geeigneter Wartehäuschen kann zur Kühlung im direkten Umfeld beitragen, Niederschlagswasser zurückhalten und den Abfluss verzögern. Je nach Aufbau und Standort sind Rückhaltewirkungen von erheblichen Niederschlagsmengen möglich; zugleich verbessert eine Begrünung das Stadtbild und schafft kleine ökologische Trittsteine im öffentlichen Raum.

Die FDP-Fraktion verfolgt damit einen pragmatischen, finanzierbaren und lösungsorientierten Ansatz, der zunächst an vorhandener kommunaler Infrastruktur ansetzt. Die Umsetzung erscheint grundsätzlich im Rahmen der städtischen Zuständigkeit für eigene oder vertraglich beeinflussbare Bushaltestellen prüfbar; bei externen Betreibern, statischen Fragen, Unterhaltungspflichten oder Haftungsfragen ist eine Prüfung durch die Verwaltung beziehungsweise das Rechtsamt erforderlich.

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