Im Bauarchiv der Stadt Passau besteht derzeit ein vermeidbarer Medienbruch: Benötigte Unterlagen müssen für Kopien außerhalb des Archivs weiterbearbeitet werden, was Personal bindet und zu langen Bearbeitungszeiten führen kann. Für Antragstellende bedeutet dies unnötige Verzögerungen und zusätzlichen Aufwand bei der Einsichtnahme in Bauakten. Zugleich werden Originalunterlagen häufiger bewegt, als es aus Gründen der Schonung des Archivguts sinnvoll ist.
Ein geeigneter Scanner im Bauarchiv würde Abläufe deutlich vereinfachen und beschleunigen. Unterlagen könnten vor Ort digitalisiert und, soweit zulässig, direkt elektronisch oder über ein Speichermedium bereitgestellt werden. Davon profitieren Bürgerinnen und Bürger ebenso wie die Verwaltung, weil Wege, Kopieraufwand und postalische Verfahren reduziert werden.
Die FDP-Fraktion verfolgt hier einen pragmatischen, finanzierbaren und lösungsorientierten Ansatz: Eine vergleichsweise einfache technische Ausstattung kann eine spürbare Verbesserung im Bürgerservice bewirken. Die Organisation des Bauarchivs und dessen technische Ausstattung liegen grundsätzlich im kommunalen Verantwortungsbereich und erscheinen daher vor Ort umsetzbar. Soweit datenschutzrechtliche, urheberrechtliche oder aktenrechtliche Fragen bei der digitalen Weitergabe von Bauunterlagen zu beachten sind, soll dies durch die Verwaltung beziehungsweise das Rechtsamt geprüft und in einem rechtssicheren Verfahren berücksichtigt werden.