Die angespannte Haushaltslage, der erhebliche Investitionsbedarf und die laufenden Kosten für ein attraktives Angebot der beiden Kultureinrichtungen erfordern eine Neuausrichtung der städtischen Finanzpolitik. Wie andere Städte muss auch Passau neue überregionale Kooperationen und Unterstützung verhandeln.
Neuverteilung der Brückenbaulast: Die Brücken sind wesentlicher Bestandteil des Durchgangsverkehrs auf den Bundesstraßen B 12, B 85 und B 388. Aktuell steht die Sanierung der Südostrampe der Schanzlbrücke mit geschätzten Kosten von 5,15 Mio. Euro an. In vergleichbaren Fällen haben sich Freistaat bzw. Bund bereits vor Ort engagiert, so in Hof (2014), Regensburg (2020 und 2021) und Bayreuth (2021).
Staatliche Trägerschaft kultureller Einrichtungen: Beide Einrichtungen haben nach Auffassung der FDP-Fraktion überörtliche Bedeutung. Die Veste Oberhaus ging 1931 vom Freistaat Bayern an die Stadt Passau über. Damals war es ein persönliches Anliegen des Oberbürgermeisters, der langjährigen Strafanstalt eine neue Bestimmung zu geben. Heute ist das Oberhausmuseum eine Einrichtung von überregionalem Rang, für die ein Engagement des Freistaats angemessen ist. 2017 hat der Freistaat das Mainfränkische Museum in Würzburg übernommen. Für die Theater in Nürnberg (2005), Augsburg (2018) und Regensburg (2026) wurden Lösungen gefunden, bei denen der Freistaat das Theater ganz als Staatstheater übernommen hat oder sich partnerschaftlich an der Finanzierung beteiligt. In Regensburg trägt er seit 2026 die Hälfte der Kosten. Beim Landestheater Niederbayern, das Passau gemeinsam mit Landshut, Straubing und dem Bezirk trägt, kann eine solche Lösung nur mit den Partnern im Zweckverband gelingen.
Quellen
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