Park & Ride

Status
Anliegen an FDP Fraktion übermittelt
Antragsteller

anonym

Kategorie
Bürger Idee
Gremium
Themenbereich
An Verwaltung übermittelt:
Antwort von Verwaltung erhalten:
Beratung im Ausschuss
Beratung im Plenum

An Stadtgrenzen P&R mit günstigem Tarif z.b. 1€/Tag und v.a. in Stoßzeiten 15-20 min. Bus in die Stadt (ZOB, Klinikum etc) würde Parksituation u.a. extrem bei Hochwasser sowie Feinstaub entlasten, dann braucht man keine extra Brücke

Der Stadtrat möge beschließen:

  1. Die Verwaltung wird beauftragt, ein Konzept für ein Park-&-Ride-Angebot an geeigneten Standorten an den Stadtgrenzen beziehungsweise an gut angebundenen Zufahrtsachsen nach Passau zu erarbeiten und dem zuständigen Ausschuss zur Beratung vorzulegen.
  2. Die Verwaltung wird gebeten zu prüfen, welche Flächen hierfür kurz-, mittel- und langfristig geeignet sind, insbesondere unter Berücksichtigung von ÖPNV-Anbindung, Grundstücksverfügbarkeit, Verkehrssicherheit, Hochwassersituation, Kosten und Abstimmungsbedarf mit Nachbarkommunen.
  3. Die Verwaltung wird beauftragt, gemeinsam mit den zuständigen Verkehrsunternehmen darzustellen, wie eine verlässliche Busanbindung der Park-&-Ride-Standorte an zentrale Ziele wie ZOB, Innenstadt und Klinikum insbesondere zu Stoßzeiten mit einem Zielkorridor von etwa 15 bis 20 Minuten Taktung umgesetzt werden könnte.
  4. Die Verwaltung wird gebeten zu prüfen, ob und zu welchen finanziellen sowie rechtlichen Bedingungen ein besonders günstiger Park-&-Ride-Tagestarif, beispielsweise in der Größenordnung von 1 Euro pro Tag, eingeführt werden kann; dabei sind auch Kombitickets für Parken und Busnutzung einzubeziehen.
  5. Die Verwaltung wird beauftragt, die voraussichtlichen Investitions-, Betriebs- und Folgekosten sowie mögliche Förderprogramme, Kooperationsmodelle und Einnahmeeffekte eines solchen Park-&-Ride-Systems darzustellen.
  6. Die Verwaltung wird gebeten, einen Vorschlag für einen zeitlich befristeten Pilotbetrieb an mindestens einem geeigneten Standort einschließlich Evaluationskriterien wie Auslastung, Entlastung des innerstädtischen Parkdrucks, Nutzung des ÖPNV und Auswirkungen auf Verkehr und Luftqualität vorzulegen.

Passau steht insbesondere zu Stoßzeiten vor einer angespannten Verkehrs- und Parksituation in der Innenstadt sowie an stark frequentierten Zielen wie ZOB und Klinikum. Bei Hochwasser verschärft sich die Lage zusätzlich, weil Verkehrswege und Stellflächen eingeschränkt sein können. Auch mit Blick auf Stau, Suchverkehr und Luftbelastung besteht ein praktischer Bedarf an wirksamen Entlastungsmaßnahmen.

Ein attraktives Park-&-Ride-Angebot an geeigneten Stadtgrenzen kann Autofahrten in die Innenstadt reduzieren und Bürgerinnen, Bürgern sowie Gästen eine verlässliche Alternative bieten. Ein günstiger Tagestarif und ein dichter Bustakt in den Hauptverkehrszeiten würden die Akzeptanz deutlich erhöhen. Davon profitieren Handel, Beschäftigte, Patientinnen und Patienten, Besucherinnen und Besucher sowie Anwohnerinnen und Anwohner gleichermaßen.

Die FDP-Fraktion verfolgt damit einen pragmatischen, finanzierbaren und lösungsorientierten Ansatz: Vor teuren Großprojekten sollten zunächst Maßnahmen geprüft werden, die vorhandene Infrastruktur besser nutzen und schnell entlastend wirken können. Die Stadt kann im Rahmen ihrer kommunalen Zuständigkeiten geeignete Flächen, Tarifmodelle, Taktungen und Kooperationen mit den zuständigen Verkehrsakteuren prüfen. Soweit Fragen der Finanzierung, Vergabe, Flächennutzung oder tariflichen Ausgestaltung rechtlich berührt sind, sollte eine Prüfung durch die Verwaltung beziehungsweise das Rechtsamt erfolgen.

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