Personalentwicklung und Digitalisierung strategisch gestalten

Status
An Verwaltung übermittelt
Antragsteller
FDP-Fraktion
Kategorie
Antrag
Gremium
Ausschuss für Finanzen und Beteiligungen, Ausschuss für Verwaltung, Personal und Digitalisierung, Plenum
Themenbereich
Solide Finanzen, starke Verwaltung
An Verwaltung übermittelt:
2. November 2026
Antwort von Verwaltung erhalten:
Beratung im Ausschuss
Beratung im Plenum
Drucksache (Ratsinfo):

Zusammenfassung

Das Wichtigste in Kürze: Die Personalkosten der Stadt sind von 59,9 Mio. Euro (2024) auf 66,4 Mio. Euro (2026) gestiegen, bis 2029 rechnet die Finanzplanung mit 72,5 Mio. Euro. Die FDP-Fraktion beantragt einen sofortigen Einstellungsstopp mit klaren Ausnahmen (Pflichtaufgaben, Kinderbetreuung, Feuerwehr, Ausbildung, refinanzierte Stellen), ein Personalentwicklungskonzept mit echter Aufgabenkritik und ein gesamtstädtisches Digitalisierungskonzept.

Antrag / Anfrage

Die FDP-Fraktion beantragt im Zuge der laufenden Haushaltsberatungen, dem Stadtrat folgenden Beschluss vorzulegen. Der Stadtrat möge beschließen:

  1. Personalentwicklung und Aufgabenprüfung: Der Oberbürgermeister wird beauftragt, einen sofortigen Einstellungsstopp zu veranlassen und ein Personalentwicklungskonzept vorzulegen. Ausgenommen sind gesetzliche Pflichtaufgaben, Kinderbetreuung, Feuerwehr, Ausbildungsstellen und refinanzierte Stellen. Bestandteil des Konzepts ist eine systematische Aufgabenprüfung mit Vorschlägen zur Reduzierung oder Neuausrichtung einzelner städtischer Leistungen.
  2. Gesamtstädtisches Digitalisierungskonzept: Die Verwaltung wird beauftragt, ein gesamtstädtisches Digitalisierungskonzept vorzulegen, das Verwaltungsprozesse zusammenhängend betrachtet, Effizienzpotenziale aufzeigt und die Bürgerfreundlichkeit verbessert.

Begründung

Die angespannte Haushaltslage und der erhebliche Investitionsbedarf erfordern eine Neuausrichtung der städtischen Finanzpolitik.

Personalentwicklung und Aufgabenprüfung: Die Personalkosten der Stadt sind von 59,9 Mio. Euro (Ergebnis 2024) auf 66,4 Mio. Euro (Ansatz 2026) gestiegen, die Finanzplanung rechnet bis 2029 mit 72,5 Mio. Euro. Eine Umkehr ist nicht absehbar. Deshalb müssen die Leistungen, die die Stadt heute anbietet, auf den Prüfstand. Es geht um Aufgabenkritik, aber auch um mehr Effizienz durch moderne Technik. Deshalb gehört ein Digitalisierungskonzept dazu.

Gesamtstädtisches Digitalisierungskonzept: Gerade die rasante Entwicklung der Künstlichen Intelligenz eröffnet auch einer Stadtverwaltung ein gewaltiges Potenzial: Mit geringerem Personalbedarf lassen sich die Serviceleistungen sogar verbessern. Das zeigen insbesondere die Erfahrungen in den skandinavischen Ländern.

Quellen

Öffentliche Diskussion

Abonnieren
Benachrichtigen bei
guest
0 Kommentare