Gehweg in Rittsteig: FDP-Fraktion fordert ernsthafte Gespräche statt vorschneller Absagen

Holm Putzke nimmt Kontakt mit der Vorständin des Bayerischen Naturschutzfonds auf – keine Blockadehaltung erkennbar

30.Juni 2026
Lächelnder Mann mit blauer Brille und Sakko vor unscharfer Passauer Flusskulisse

Passau, 30. Juni 2026. Der Bericht der Passauer Neuen Presse vom 30.6.2026 zum seit vielen Jahren gewünschten Gehweg entlang der Alten Poststraße in Rittsteig gibt aus Sicht der FDP-Stadtratsfraktion Anlass zur Nachfrage. Nach der Darstellung im Artikel steht das Vorhaben derzeit „in den Sternen“. Aus dem Rathaus heißt es demnach, mangels verfügbarer Grundstücksflächen könne aktuell keine Planung für einen Geh- beziehungsweise Geh- und Radweg im Bereich Rittsteig/Alte Poststraße durchgeführt werden.

Die FDP-Fraktion hält es für falsch, das Vorhaben damit vorschnell abzuschreiben. Fraktionsvorsitzender Prof. Dr. Holm Putzke ist deshalb noch am Tag der Veröffentlichung tätig geworden und hat Kontakt mit Ulrike Strohmeier, der Vorständin des Bayerischen Naturschutzfonds, aufgenommen.

Nach unmittelbarer Rückmeldung des Bayerischen Naturschutzfonds noch am selben Tag stellt sich die Lage differenzierter dar, als es die öffentliche Diskussion derzeit vermuten lässt. Demnach hat es mit Vertretern der Stadt Passau bereits einen gemeinsamen Ortstermin gegeben. Dabei seien verschiedene Lösungsmöglichkeiten offen und konstruktiv besprochen worden. Nach dem Kenntnisstand des Naturschutzfonds ging es zunächst um eine grundsätzliche Prüfung der Machbarkeit unter Einbeziehung aller potenziell betroffenen Grundstückseigentümer. Konkrete Kaufverhandlungen standen demnach noch nicht an. Zudem wären Flächen des Bayerischen Naturschutzfonds unabhängig von der gewählten Straßenseite ohnehin nur mit einem Teilstück betroffen.

„Damit ist für mich klar: Von einem kategorischen Nein des Naturschutzfonds kann derzeit keine Rede sein“, erklärt Holm Putzke. „Wenn in Passau der Eindruck entsteht, der Naturschutzfonds blockiere das Vorhaben, muss das sauber aufgeklärt werden. Die Rückmeldung, die mir vorliegt, spricht jedenfalls nicht für eine Blockade, sondern für eine noch offene Prüfung.“

Die FDP-Fraktion fordert deshalb, dass die Stadt Passau die Gespräche mit dem Bayerischen Naturschutzfonds und den weiteren betroffenen Grundstückseigentümern mit Nachdruck fortsetzt. Der Gehweg entlang der Alten Poststraße sei kein bloßes Komfortprojekt, sondern betreffe die Sicherheit von Fußgängern in einem seit vielen Jahren bekannten Problembereich.

„Die Menschen in Rittsteig warten seit rund 25 Jahren auf eine vernünftige Lösung. Gerade an der Engstelle bei der Hefefabrik ist die Situation unbefriedigend. Wenn es eine realistische Chance gibt, hier endlich weiterzukommen, muss die Stadt sie nutzen“, so Putzke.

Aus Sicht der FDP-Fraktion sollte nun transparent dargestellt werden, welche Varianten tatsächlich geprüft wurden, welche Flächen konkret benötigt würden und woran die Umsetzung derzeit scheitert. „Wir brauchen keine Schuldzuweisungen, sondern belastbare Fakten und ernsthafte Verhandlungen“, sagt Putzke. „Das Ziel muss bleiben, den Gehweg in Rittsteig endlich möglich zu machen.“