Die FDP-Fraktion im Passauer Stadtrat setzt sich für eine Verlängerung der
Buslinie K2 bis zum Kloster Hamberg ein. Bislang endet die Anbindung rund 400 Meter vor dem dortigen Studentenwohnheim. Diese Lücke soll geschlossen werden, damit die Bewohner eine verlässliche Busverbindung zur Universität erhalten.
Bei einem Vor-Ort-Termin übergaben Studenten dem FDP-Fraktionsvorsitzenden Holm Putzke eine Unterschriftenliste. Insgesamt 110 Bewohner des Studentenwohnheims unterstützen die Forderung nach einer Verlängerung der Linie K2.
„Die rund 400 Meter sind verkehrspolitisch keine Kleinigkeit. Sie entscheiden darüber, ob das Studentenwohnheim sinnvoll an den öffentlichen Nahverkehr angebunden ist oder ob viele Studierende am Ende doch zum Auto greifen“, erklärt Putzke. Die hohe Zahl der Unterschriften zeige, dass es sich nicht um den Wunsch Einzelner, sondern um ein konkretes Mobilitätsproblem vieler Bewohner handele.
Zusätzliche Bedeutung erhält das Anliegen durch die bevorstehende Sanierung des Fünferlstegs. Der Steg soll für mehrere Jahre gesperrt werden. Damit fällt für die Studenten eine wichtige Verbindung in Richtung Universität weg. Aus Sicht der FDP-Fraktion muss deshalb rechtzeitig eine belastbare Alternative geschaffen werden.
„Wenn der Fünferlsteg für mehrere Jahre gesperrt wird, dürfen wir nicht einfach abwarten und darauf hoffen, dass sich die Menschen irgendwie arrangieren. Wer auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen ist, braucht eine funktionierende Verbindung – und zwar vom Wohnheim aus und nicht erst nach einem zusätzlichen Fußweg“, so Putzke.
Ohne eine bessere Busanbindung sei zu befürchten, dass mehr Studenten auf das Auto umsteigen. Die Folgen würden nicht nur das Umfeld des Studentenwohnheims betreffen. Zusätzlicher Verkehr würde insbesondere die Innstadt, die Marienbrücke und die Innstraße belasten.
„Jedes zusätzliche Auto muss durch ohnehin stark beanspruchte Bereiche unserer Stadt. Wer die Innstadt, die Marienbrücke und die Innstraße entlasten will, muss den Studierenden eine echte Alternative zum Auto anbieten. Die Verlängerung der K2 bis zum Kloster Hamberg wäre dafür eine konkrete und zielgerichtete Maßnahme“, betont der FDP-Frak-
tionsvorsitzende.
Putzke, der zugleich Mitglied des Aufsichtsrats der Stadtwerke Passau ist, sagte den Studierenden zu, das Anliegen mit den Geschäftsführern der Stadtwerke zu besprechen und um eine rasche Lösung zu bitten.
„110 Unterschriften aus einem einzigen Studentenwohnheim sind ein klares Signal. Ich unterstütze die Forderung und werde sie mit Nachdruck bei den Stadtwerken ansprechen. Jetzt müssen die betrieblichen Voraussetzungen zügig geprüft werden. Das Ziel muss sein, die verbesserte Anbindung rechtzeitig vor der Sperrung des Fünferlstegs auf den Weg zu bringen“, erklärt Putzke abschließend.

