Ist die neue Hängebrücke schon beschlussreif?

PNP
| 20.Oktober 2026

Am kommenden Montag entscheidet der Stadtrat über die Zukunft der Luitpoldbrücke. Holm Putzke bringt für die FDP-Fraktion eine eigene Idee ein: die bestehende Hängebrücke als Fuß- und Radbrücke erhalten und daneben am Römerplatz eine neue Brücke für Autos und Linienbusse bauen.

Auf dem Tisch liegt der Beschlussvorschlag für „Option II“, eine neue asymmetrische Hängebrücke mit einem Pylon auf der Altstadtseite der Donau für grob geschätzt 36,2 Millionen Euro. Holm Putzke will für die FDP-Fraktion stattdessen einen Beschluss, der die Luitpoldbrücke als prägendes Bauwerk des Passauer Stadtbildes dauerhaft erhält. Sie soll künftig ausschließlich dem Fuß- und Radverkehr dienen, der motorisierte Verkehr samt Linienbussen über eine neue Parallelbrücke am Römerplatz geführt werden. Für ein stimmiges Gesamtbild schlägt die FDP einen Architekturwettbewerb vor, damit eine schlanke, zurückhaltende Parallelbrücke die erhaltene Hängebrücke optisch ergänzt.

Einen Abriss der erst vor rund acht Jahren sanierten Brücke hält Putzke für den falschen Weg. „Eine erst vor acht Jahren sanierte Brücke abzureißen wäre wirtschaftlich absurd, wenn sie nach gezielten Erhaltungsmaßnahmen über Jahrzehnte als Fuß- und Radbrücke genutzt werden kann“, sagt Holm Putzke. Er verweist darauf, dass die Stadt 2017/2018 nach eigenen Angaben insgesamt rund 4,3 Millionen Euro in die Instandsetzung der Hängebrücke investiert hat.

Auch Urban Mangold (ÖDP) mahnt zur Zurückhaltung: Die Varianten sehe der Stadtrat am Montag zum ersten Mal, eine sofortige Entscheidung in dieser Sitzung komme für ihn nicht in Frage, sagt Mangold gegenüber der PNP. Bericht in der PNP vom 20. Oktober 2026.

Mehr von der FDP-Fraktion zur Hängebrücke: Radwegweisung und Fahrbahnmarkierung an der Hängebrücke verbessern.