Ein vorhandenes Schild genügt nicht, es muss auch erkennbar sein
Die derzeitige Beschilderung am nördlichen Brückenkopf erfüllt ihre Orientierungsfunktion nur unzureichend. Wer aus der Altstadt kommend die Hängebrücke überquert und an der Angerstraße die Weiterfahrt Richtung Linz sucht, hat keine ausreichend freie Sicht auf den maßgeblichen Wegweiser.
Die vorliegende Fotografie dokumentiert das Problem: Unterhalb des großflächigen Wegweisers „Passau“ befindet sich das Schild mit den Zielangaben „Linz“ und „Obernzell“. Davor hängen mehrere Routenplaketten, die wesentliche Teile der Beschriftung verdecken. Die für die Weiterfahrt entscheidende Information ist damit zwar vorhanden, aber nicht auf einen Blick vollständig erfassbar. Das beeinträchtigt den Zweck der Wegweisung unmittelbar.
Auch die Fahrbahnmarkierung setzt derzeit die falschen Signale
Hinzu kommt ein zweites Problem: Nicht nur die Beschilderung, sondern auch die Fahrbahnmarkierung ist aus Sicht des Radverkehrs unzureichend. Wer von der Hängebrücke in Richtung Angerstraße kommt, nimmt auf der Fahrbahn derzeit vor allem eine klare Geradeausführung wahr. Prominent markiert ist damit faktisch die Route in Richtung Fahrradtunnel. Dagegen fehlt eine ebenso klare optische Führung für das Rechtsabbiegen Richtung Donauradweg/Obernzell/Linz.
Gerade für ortsunkundige Radfahrer entsteht dadurch ein irreführender Gesamteindruck: Das, was ins Auge fällt, ist zunächst die Führung in Richtung Tunnel; die tatsächlich für die Weiterfahrt entlang der Donau maßgebliche Abbiegemöglichkeit nach rechts tritt demgegenüber zurück. Wenn die gewünschte Routenführung nicht nur auf Schildern, sondern auch auf der Fahrbahn selbst klar erkennbar ist, erhöht dies die Verständlichkeit und verringert Fehlfahrten.
Ein Rechtsabbiegepfeil für den Radverkehr wäre deshalb eine einfache und praxisnahe Ergänzung. Er würde die Beschilderung sinnvoll unterstützen und schon auf der Fahrbahn deutlich machen, dass Radfahrer hier eben nicht nur geradeaus weiterfahren, sondern auch nach rechts in Richtung Donauradweg geführt werden sollen.
An diesem Standort ist verlässliche Orientierung besonders wichtig
Der Brückenkopf ist ein Entscheidungspunkt auf einer überregional bedeutsamen Radroute. Gerade dort muss die Wegeführung intuitiv, schnell und ohne Ortskenntnis erfassbar sein. Wer irrtümlich dem optisch hervorgehobenen Weg zum Fahrradtunnel folgt, gelangt anschließend an eine Stelle, die keinen unmittelbaren und selbsterklärenden Anschluss mehr an den Donauradweg entlang der Donau bietet. Suchverkehr, Umwege und unnötige Unsicherheit sind die Folge.
Weniger Verwirrung, mehr Klarheit
Es geht daher nicht nur um die Beseitigung verdeckter Schilder, sondern um ein stimmiges Gesamtkonzept aus Beschilderung und Bodenmarkierung. Die richtige Richtung muss an dieser Stelle auf einen Blick erkennbar sein. Gerade in einem touristisch stark frequentierten Bereich ist es nicht überzeugend, wenn Radfahrer den Verlauf einer überregionalen Route erst erraten oder sich nach einer Fehlfahrt neu orientieren müssen. Wer an der Hängebrücke Richtung Donauradweg, Obernzell und Linz weiterfahren möchte, muss dies sowohl am Schild als auch auf der Fahrbahn eindeutig erkennen können.
Für die Stadtratsfraktion FDP | Team Putzke
Prof. Dr. Holm Putzke, Fraktionsvorsitzender