Radwegweisung und Fahrbahnmarkierung an der Hängebrücke verbessern – klare Orientierung zum Donauradweg Richtung Obernzell und Linz

Status
An Verwaltung übermittelt
Antragsteller
FDP-Fraktion
Kategorie
Antrag
Gremium
Ausschuss für Stadtentwicklung und Mobilität
Themenbereich
Mobilität, Verkehr, Umland, Tourismus, Kultur, Sport, Nachtleben & Stadtteilleben
An Verwaltung übermittelt:
5. Oktober 2026
Antwort von Verwaltung erhalten:
Beratung im Ausschuss
Beratung im Plenum
Drucksache (Ratsinfo):

Die FDP-Fraktion beantragt, die Radwegweisung am nördlichen Kopf der Hängebrücke an der Angerstraße so zu überarbeiten, dass Radfahrer aus der Altstadt die Weiterfahrt auf dem Donauradweg Richtung Obernzell und Linz auf einen Blick erkennen. Derzeit verdecken Routenplaketten und ein darüber hängender Wegweiser „Passau“ die entscheidenden Zielangaben, und die Fahrbahnmarkierung lenkt den Blick vor allem geradeaus Richtung Fahrradtunnel. Die Fraktion fordert entzerrte Schilder, eine klare Abgrenzung zur Tunnelführung und einen Rechtsabbiegepfeil für den Radverkehr auf der Fahrbahn. Dem zuständigen Ausschuss soll spätestens acht Wochen nach dem Beschluss berichtet werden.

Die FDP-Fraktion beantragt, die nachfolgende Angelegenheit im zuständigen Ausschuss zu behandeln und folgenden Beschluss zu fassen:

1. Sichtbarkeit und Verständlichkeit der Radwegweisung herstellen
Die Stadtverwaltung wird beauftragt, die Radwegweisung am nördlichen Kopf der Hängebrücke im Bereich der Angerstraße kurzfristig so zu überarbeiten, dass insbesondere Radfahrer, die aus der Altstadt über die Hängebrücke kommen, die Weiterfahrt auf dem Donauradweg Richtung Obernzell und Linz rechtzeitig und eindeutig erkennen können. Die Zielangaben, Richtungspfeile und zugehörigen Routenkennzeichnungen sind aus dieser Annäherungsrichtung vollständig sichtbar und lesbar anzuordnen. Gegenseitige Verdeckungen durch andere Wegweiser oder angehängte Routenplaketten sind zu beseitigen. Soweit erforderlich, sind die Schilder neu auszurichten, mit größeren Abständen zu montieren oder auf getrennte Standorte zu verteilen.

2. Beschilderung entzerren und entbehrliche Hinweise entfernen
Im Zuge der Neuordnung ist insbesondere zu prüfen, ob der oberhalb des Wegweisers „Linz/Obernzell“ angebrachte Wegweiser „Passau“ entfallen oder versetzt werden kann. Besteht für andere Anfahrtsrichtungen ein berechtigter Orientierungsbedarf, ist dieser durch eine geeignete Positionierung und gegebenenfalls eine präzisere Zielangabe, etwa „Altstadt/Zentrum“, zu erfüllen. Die Entfernung oder Versetzung dieses Schildes darf sich nicht auf eine rein optische Bereinigung beschränken: Auch die darunter angebrachten Routenplaketten sind so anzuordnen, dass sie keine Zielangaben verdecken und der jeweils richtigen Fahrtrichtung eindeutig zugeordnet werden können.

3. Fehlleitungen zum Fahrradtunnel vermeiden und Anschlusswegweisung sichern
Die Wegweisung zum Donauradweg Richtung Obernzell und Linz ist gegenüber der Führung zum Rad- und Fußgängertunnel durch den Georgsberg klar erkennbar zu machen. Bereits vor der maßgeblichen Richtungsentscheidung muss verständlich sein, welcher Weg zur beabsichtigten Weiterfahrt entlang der Donau führt. Hierzu ist die Beschilderung im zusammenhängenden Bereich zwischen Hängebrücke, Tunnelzugängen, ilzseitigem Tunnelausgang und Weiterführung zum Donauradweg auf Lücken und missverständliche Richtungsangaben zu überprüfen und erforderlichenfalls zu ergänzen. Maßgeblich ist eine sichere und verkehrsrechtlich zulässige, ohne Ortskenntnis nachvollziehbare Wegeführung. Ergänzende Vorwegweiser oder Bodenmarkierungen sind dort vorzusehen, wo sie die Orientierung wesentlich verbessern.

4. Fahrbahnmarkierung für den Radverkehr ergänzen und verdeutlichen
Zusätzlich wird die Stadtverwaltung beauftragt zu prüfen und umzusetzen, dass auf der Fahrbahn im Bereich der Zufahrt von der Hängebrücke an der Angerstraße eine ergänzende Straßenmarkierung für den Radverkehr angebracht wird, die die Möglichkeit und gewünschte Führung des Rechtsabbiegens Richtung Donauradweg/Obernzell/Linz deutlich macht. Insbesondere soll geprüft werden, ob ein Rechtsabbiegepfeil für den Radverkehr sowie gegebenenfalls ergänzende Fahrradpiktogramme oder richtungsbezogene Bodenhinweise angebracht werden können, damit für Radfahrer unmittelbar erkennbar ist, dass die Route Richtung Donauradweg/Linz nach rechts weiterführt. Die Markierung ist so auszugestalten, dass sie die bestehende Führung nicht unübersichtlich macht, sondern die derzeitige Fehlgewichtung korrigiert, wonach nach dem optischen Eindruck vor allem die Geradeausführung in Richtung Fahrradtunnel hervorgehoben wird.

5. Kurzfristige Umsetzung und Rückmeldung
Die Verwaltung soll die notwendigen Anpassungen möglichst unter Verwendung der vorhandenen Beschilderung und mit einem vertretbaren Aufwand umsetzen. Eine umfassende Neuplanung des Radverkehrsnetzes ist hierfür nicht abzuwarten. Dem zuständigen Ausschuss ist spätestens acht Wochen nach Beschlussfassung über die vorgenommenen Änderungen beziehungsweise über noch erforderliche Maßnahmen, deren Kosten und den verbindlichen Umsetzungszeitplan zu berichten. Die Wirksamkeit der neuen Anordnung ist vor Ort ausdrücklich aus der Perspektive von Radfahrern zu überprüfen, die aus Richtung Altstadt über die Hängebrücke kommen.

Ein vorhandenes Schild genügt nicht, es muss auch erkennbar sein
Die derzeitige Beschilderung am nördlichen Brückenkopf erfüllt ihre Orientierungsfunktion nur unzureichend. Wer aus der Altstadt kommend die Hängebrücke überquert und an der Angerstraße die Weiterfahrt Richtung Linz sucht, hat keine ausreichend freie Sicht auf den maßgeblichen Wegweiser.

Die vorliegende Fotografie dokumentiert das Problem: Unterhalb des großflächigen Wegweisers „Passau“ befindet sich das Schild mit den Zielangaben „Linz“ und „Obernzell“. Davor hängen mehrere Routenplaketten, die wesentliche Teile der Beschriftung verdecken. Die für die Weiterfahrt entscheidende Information ist damit zwar vorhanden, aber nicht auf einen Blick vollständig erfassbar. Das beeinträchtigt den Zweck der Wegweisung unmittelbar.

Auch die Fahrbahnmarkierung setzt derzeit die falschen Signale
Hinzu kommt ein zweites Problem: Nicht nur die Beschilderung, sondern auch die Fahrbahnmarkierung ist aus Sicht des Radverkehrs unzureichend. Wer von der Hängebrücke in Richtung Angerstraße kommt, nimmt auf der Fahrbahn derzeit vor allem eine klare Geradeausführung wahr. Prominent markiert ist damit faktisch die Route in Richtung Fahrradtunnel. Dagegen fehlt eine ebenso klare optische Führung für das Rechtsabbiegen Richtung Donauradweg/Obernzell/Linz.

Gerade für ortsunkundige Radfahrer entsteht dadurch ein irreführender Gesamteindruck: Das, was ins Auge fällt, ist zunächst die Führung in Richtung Tunnel; die tatsächlich für die Weiterfahrt entlang der Donau maßgebliche Abbiegemöglichkeit nach rechts tritt demgegenüber zurück. Wenn die gewünschte Routenführung nicht nur auf Schildern, sondern auch auf der Fahrbahn selbst klar erkennbar ist, erhöht dies die Verständlichkeit und verringert Fehlfahrten.

Ein Rechtsabbiegepfeil für den Radverkehr wäre deshalb eine einfache und praxisnahe Ergänzung. Er würde die Beschilderung sinnvoll unterstützen und schon auf der Fahrbahn deutlich machen, dass Radfahrer hier eben nicht nur geradeaus weiterfahren, sondern auch nach rechts in Richtung Donauradweg geführt werden sollen.

An diesem Standort ist verlässliche Orientierung besonders wichtig
Der Brückenkopf ist ein Entscheidungspunkt auf einer überregional bedeutsamen Radroute. Gerade dort muss die Wegeführung intuitiv, schnell und ohne Ortskenntnis erfassbar sein. Wer irrtümlich dem optisch hervorgehobenen Weg zum Fahrradtunnel folgt, gelangt anschließend an eine Stelle, die keinen unmittelbaren und selbsterklärenden Anschluss mehr an den Donauradweg entlang der Donau bietet. Suchverkehr, Umwege und unnötige Unsicherheit sind die Folge.

Weniger Verwirrung, mehr Klarheit
Es geht daher nicht nur um die Beseitigung verdeckter Schilder, sondern um ein stimmiges Gesamtkonzept aus Beschilderung und Bodenmarkierung. Die richtige Richtung muss an dieser Stelle auf einen Blick erkennbar sein. Gerade in einem touristisch stark frequentierten Bereich ist es nicht überzeugend, wenn Radfahrer den Verlauf einer überregionalen Route erst erraten oder sich nach einer Fehlfahrt neu orientieren müssen. Wer an der Hängebrücke Richtung Donauradweg, Obernzell und Linz weiterfahren möchte, muss dies sowohl am Schild als auch auf der Fahrbahn eindeutig erkennen können.

Für die Stadtratsfraktion FDP | Team Putzke
Prof. Dr. Holm Putzke, Fraktionsvorsitzender

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