Maßnahmen gegen Hundekot in der Altstadt – Schwerpunkt Höllgasse: Spender für Hundekotbeutel und Schwerpunktkontrollen

Status
Anliegen an FDP Fraktion übermittelt
Antragsteller

anonym

Kategorie
Bürger Idee
Gremium
Themenbereich
An Verwaltung übermittelt:
Antwort von Verwaltung erhalten:
Beratung im Ausschuss
Beratung im Plenum
Drucksache (Ratsinfo):

Beschreibung des Anliegens:
In der Passauer Altstadt, insbesondere in der stark frequentierten Höllgasse, häufen sich Verunreinigungen durch Hundekot auf dem Pflaster und an Bordsteinkanten. Viele Touristengruppen und Passanten achten auf die Architektur oder folgen Stadtführungen, treten in die Hinterlassenschaften und versuchen anschließend, ihre Schuhe an Kanten abzustreifen. Das führt zu erheblicher Geruchsbelästigung und hygienischen Problemen, insbesondere vor und in umliegenden Gastronomiebetrieben.

Zudem zeigt die Praxis vor Ort, dass manche Hundehalter die Hinterlassenschaften ihrer Tiere nicht ordnungsgemäß beseitigen, solange keine direkte soziale Kontrolle oder Infrastruktur vorhanden ist.

Konkrete Vorschläge zur Verbesserung:

Infrastruktur schaffen: Zeitnahe Installation von kombinierten Hundekotbeutel-Spendern mit integrierten Abfalleimern an neuralgischen Punkten am Rand und im Umfeld der Altstadtgassen (z. B. Zugänge zur Höllgasse, Innpromenade).

Sauberkeit sichern: Regelmäßige, engmaschigere Nassreinigung der betroffenen Pflasterbereiche in den engen Altstadtgassen durch die städtische Straßenreinigung während der Tourismussaison.

Präsenz und Ahndung: Verstärkte Kontrollen der Leinen- und Beseitigungspflicht durch das Ordnungsamt zu typischen Gassi-Geh-Zeiten in den Altstadtbereichen.

Der Stadtrat möge beschließen:

  1. Die Verwaltung wird beauftragt, kurzfristig geeignete Standorte für kombinierte Hundekotbeutel-Spender mit integrierten Abfalleimern oder vergleichbare Lösungen an neuralgischen Punkten in der Altstadt, insbesondere im Bereich der Höllgasse sowie an geeigneten Zugängen und im Umfeld der Innpromenade, zu prüfen und zeitnah umzusetzen.
  2. Bei der Standortwahl sind insbesondere Stadtbild, Denkmalschutzbelange, Verkehrssicherheit, Barrierefreiheit, Leerungs- und Wartungslogistik sowie die tatsächliche Nutzung durch Hundehalter zu berücksichtigen.
  3. Die Verwaltung wird beauftragt, eine regelmäßige Befüllung, Leerung und Wartung der Hundekotbeutel-Spender und Abfalleimer sicherzustellen.
  4. Die städtische Straßenreinigung wird gebeten, während der Tourismussaison die Reinigungsintervalle in besonders betroffenen engen Altstadtgassen, insbesondere in der Höllgasse, zu überprüfen und bei Bedarf eine engmaschigere sowie anlassbezogene Nassreinigung der betroffenen Pflasterbereiche und Bordsteinkanten vorzunehmen.
  5. Das Ordnungsamt wird gebeten, soweit rechtlich und personell möglich, Schwerpunktkontrollen zur Einhaltung der Beseitigungspflicht für Hundekot sowie der geltenden Leinenregelungen in den betroffenen Altstadtbereichen zu typischen Gassi-Geh-Zeiten durchzuführen.
  6. Die Verwaltung wird gebeten, nach einer angemessenen Erprobungsphase dem zuständigen Gremium über die umgesetzten Standorte, den Aufwand für Reinigung und Leerung, die Erfahrungen aus den Kontrollen sowie gegebenenfalls weiteren Handlungsbedarf zu berichten.

In der Passauer Altstadt, insbesondere in der stark frequentierten Höllgasse, kommt es wiederholt zu Verunreinigungen durch Hundekot auf Pflasterflächen und an Bordsteinkanten. Dies beeinträchtigt nicht nur das Stadtbild in einem touristisch besonders sensiblen Bereich, sondern führt auch zu Geruchsbelästigungen und hygienischen Problemen für Anwohner, Passanten, Stadtführungen und die umliegende Gastronomie.

Durch gut erreichbare Hundekotbeutel-Spender mit Entsorgungsmöglichkeit, eine bedarfsgerechte Reinigung belasteter Bereiche sowie sichtbare Kontrollen kann die Sauberkeit spürbar verbessert werden. Davon profitieren Bürgerinnen und Bürger ebenso wie Gäste der Stadt, Gewerbetreibende und Gastronomiebetriebe. Eine gepflegte Altstadt stärkt die Aufenthaltsqualität und trägt dazu bei, Passaus positives Erscheinungsbild als Kultur- und Tourismusstadt zu sichern.

Die FDP-Fraktion setzt sich hier für eine pragmatische, finanzierbare und lösungsorientierte Verbesserung ein: einfache Infrastruktur, konsequente Reinigung und gezielte Präsenz statt aufwendiger Symbolmaßnahmen. Die Zuständigkeit für Sauberkeit im öffentlichen Raum, Abfallinfrastruktur und ordnungsrechtliche Kontrollen liegt grundsätzlich im kommunalen Handlungsbereich; die konkrete Ausgestaltung, geeignete Standorte und rechtliche Fragen zur Kontrolle und Ahndung sollten durch die Verwaltung beziehungsweise bei Bedarf durch das Rechtsamt geprüft werden.

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